Einlagensicherung: Wie sind Geldanlagen gesichert?

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By Ilia Dikov

Jeder, der sein Geld anlegt, investiert in seine finanzielle Zukunft und spekuliert auf zukünftigen Wertzuwachs. Aber weißt Du, wie dein Geld gesichert ist? 3 Dinge, die Du unbedingt wissen solltest!

1. Was fällt unter die gesetzliche Einlagensicherung?

Die gesetzliche Einlagensicherung ist ein System, das darauf abzielt, Einlagen von Privatkunden bei Banken und Sparkassen zu schützen, falls die Bank insolvent wird oder zahlungsunfähig ist. In Deutschland ist die gesetzliche Einlagensicherung durch das Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) geregelt. Die Einlagensicherung deckt Einlagen von bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank ab. Bei Ehepaaren verdoppelt sich der Umfang auf 200.000 Euro, da jedem Partner die 100.000 Euro Einlagensicherung zustehen. 

Zur gesetzlichen Einlagensicherung zählen in der Regel folgende Einlagen:

  • Girokonten
  • Tagesgeldkonten
  • Festgeldkonten
  • Sparbücher
  • Sparbriefe
  • Bankschuldverschreibungen
  • Verrechnungskonto eines Depots

Nicht zur gesetzlichen Einlagensicherung gehören in der Regel Wertpapierdepots, Fondsanteile und andere Wertpapiere.

2. Wie sind ETFs, Aktien und andere Wertpapiere gesichert?

ETFs (Exchange Traded Funds), Aktien und andere Wertpapiere sind nicht durch die gesetzliche Einlagensicherung abgedeckt, da sie keine Einlagen auf einem Bankkonto darstellen. Stattdessen sind sie durch andere Mechanismen geschützt:

  • Investmentfonds sind durch das Sondervermögen des Fonds geschützt, das getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft (Herausgeber des Fonds) verwaltet wird. Im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft ist das Vermögen des Fonds somit geschützt.
  • ETFs sind Investmentfonds, die an der Börse gehandelt werden und unterliegen ebenfalls dem Sondervermögen
  • Aktien sind Unternehmensbeteiligungen, die an der Börse gehandelt werden. Sie sind nicht direkt durch eine Einlagensicherung geschützt, aber im Falle einer Insolvenz des Unternehmens haben Aktionäre Anspruch auf einen Teil des Vermögens des Unternehmens.
  • Anleihen sind Schuldverschreibungen, die von Unternehmen oder Staaten ausgegeben werden. Sie sind durch das Vermögen des Emittenten geschützt. Im Falle einer Insolvenz des Emittenten können Anleger jedoch einen Teil ihres investierten Kapitals verlieren.

Es ist wichtig zu beachten, dass der Wert von ETFs, Aktien und anderen Wertpapieren nicht geschützt ist. Der Wert von Börsengehandelten Produkten kann sich ständig ändern.

3. Achtung Falle! Mehrere Marken, eine Bank!

Es gibt Banken, die unter mehreren Markennamen auftreten oder auch die Kontoführung für andere Anbieter übernehmen. Das ist wichtig zu wissen, wenn man sein Geld auf mehrere Banken aufteilen möchte, um sein Vermögen zu schützen.
Hier eine Auswahl an Banken und Marken, die im Fall der Einlagensicherung zusammengehören: (Stand: 01.05.2023)

  • Baader Bank: Scalable Capital, Finanzen.net Zero, Oskar
  • Solaris Bank: teilweise Trade Republic, Tomorrow, Vidid
  • Deutsche Bank: Postbank, Postbank Luxemburg, DSL Bank, Fyrst, teilweise Trade Republic
  • Commerzbank: Comdirect, Onvista

Im Ernstfall werden die Einlagen eines Kunden zusammengezählt und das führt dazu, dass man trotz unterschiedlicher Konten die Einlagensicherung überschreitet. 

Solltest Du beispielsweise mehrere hunderttausend Euro verteilen wollen, achte darauf, ob dein Konto bei einer Marke oder einem Kooperationspartner von ein und derselben Bank liegt.

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